Vetter-Cup zieht um

Gestern gab der VFL Osnabrück eine Pressemitteilung, nachdem das Osnabrück Schwesterturnier erneut umziehen muss, da die KIKXXL-Arena nicht mehr zur Verfügung steht. Mittelfristig wird das auch Auswirkungen auf das Masters haben, das in diesem Jahr in Belm stattfindet.

Die Presseerklärung im Wortlaut:

"Die offiziellen Osnabrücker Stadtmeisterschaften um den Addi-Vetter-Cup ziehen zum zweiten Mal in Folge um. Das populärste Hallenturnier der Stadt wird zwischen Weihnachten und Silvester 2011 in der Halle des Osnabrücker SC ausgetragen.



Probleme im Hinblick auf den Brandschutz in der Schlosswallhalle, dem traditionellen Austragungsort des Addi-Vetter-Cups, zwangen die Organisatoren des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) und des VfL Osnabrück im vergangenen Jahr zum Umzug in die Multifunktionshalle der GiroLive Ballers. Nach der Insolvenz des Osnabrücker Basketballvereins ist eine erneute Durchführung des Fußballturniers in diesem Jahr dort zum großen Bedauern der Organisatoren nicht mehr möglich.



Bei der erneuten Suche nach einer geeigneten Spielstätte einigten sich der NFV und der VfL nach intensiven Gesprächen mit dem Osnabrücker SC auf die Halle an der Hiärm-Grupe-Straße. Wesentlicher Grund für diese Entscheidung ist die höhere Zuschauerkapazität von etwa 500 Tribünenplätzen im Vergleich zur Ballspielhalle Hellern, die ebenfalls in Frage kam. Somit zieht die Stadtmeisterschaft zum zweiten Mal in Folge um.



Durch die Verlegung und die erheblich eingeschränkten Möglichkeiten in den Bereichen Zuschauerkapazität und Vermarktung werden sich für die Besucher sicherlich Änderungen ergeben. So wird es in diesem Jahr vorrausichtlich kein Turnierheft geben. Auch für die Spieler wird einiges anders sein. So kehrt die Turnierleitung zum traditionellen Modus mit fünf Spieltagen (26.12. bis 30.12.2011) zurück. 36 Mannschaften, darunter vier unterklassige Teams, die sich mit einer Wildcard für den Cup qualifizieren, treten in den Wettkampf um die Hallenstadtmeisterschaft.



Dennoch wird der Addi-Vetter-Cup für alle Zuschauer und Spieler das Highlight der Wintersaison bleiben, denn Tradition und sportlicher Wettkampf gehen über den Austragungsort. Die Organisation des Turniers liegt, vorerst für die kommenden beiden Jahre, nunmehr allein beim NFV. Der VfL Osnabrück zieht sich nach dem erneuten Umzug weitestgehend zurück, bleibt aber eng mit dem Team um den NFV-Kreisvorsitzenden Frank Schmidt verbunden und steht mit Rat und Tat zur Verfügung. Möglicherweise gibt es einen erneuten Einstieg im Jahr 2013, wenn die Schlosswallhalle saniert ist, doch die Bedingungen werden nach derzeitigem Stand auch dann nicht optimal sein.



„Es ist schade, dass wir in ganz Osnabrück keine Möglichkeit haben, ein Fußballturnier dieser Größenordnung in angemessenem Rahmen durchzuführen. Die Begeisterung der Fußballfans für den Addi-Vetter-Cup hätte mehr verdient“, äußerte sich VfL-Geschäftsführer Ralf Heskamp.



Frank Schmidt schlägt in die gleiche Kerbe: „Im letzten Jahr haben 1.400 Besucher den Endspieltag des Turniers verfolgt; für uns war das bei allen Schwächen ein großer Schritt nach vorne. Jetzt aber bewegen wir uns in Bezug auf die Kapazität zwei Schritte zurück, und dieses ohne Aussicht auf großartige Besserung, denn wenn man den letzten Meldungen Glauben schenken darf, wird die runderneuerte Schloßwallhalle auch nur noch maximal 700 Tribünenplätze bieten. Ein großes „Dankeschön“ an die Verantwortlichen des Osnabrücker SC, denn ohne deren Entgegenkommen hätte der Addi-Vetter-Cup erstmals ausfallen oder in einer Osnabrücker Halle gespielt werden müssen, die nicht einmal 200 Zuschauern Platz bietet. Wir können dem ungebrochenen Interesse an dieser Veranstaltung aufgrund der Möglichkeiten nicht mehr in vollem Umfang gerecht werden.“